Körper-Rhetorik für Eltern und Erwachsene

Körper-Rhetorik ist ein Kommunikationsmittel, das von allen Menschen immer eingesetzt wird, bewusst oder unbewusst. Sie wird entsprechend den eigenen Vorstellungen interpretiert und beantwortet. Selbst „Starrheit“ und totale Bewegungslosigkeit tragen Botschaften weiter, denn der Körper drückt sich immer aus und sendet immer innere und äußere Botschaften.

Die Körper-Rhetorik ist an sich wertneutral, kann aber die jeweilige Person stärken oder schwächen. Sie erleichtert oder erschwert das Leben, fördert und erweitert oder verengt die Wahrnehmung und damit die Sichtweise im Berufs-, Beziehungs- und Gesundheitsbereich.


Körper-Rhetorik für Lehrerinnen und Lehrer

Lehrerinnen und Lehrer stehen täglich im »Rampenlicht« ihrer Schulklassen. In kaum einem anderen Beruf bekommen Menschen so unmittelbar Rückmeldung auf Ihre Arbeit. Zum einen sind das die Reaktionen der Eltern auf Gespräche, aber vorallem die Reaktionen von Schülern direkt im Unterricht.

Diese Reaktionen hängen natürlich mit dem Lernstoff zusammen, aber eben auch mit der Art und Weise wie der Lernstoff vermittelt wird, wie sich Lehrerinnen und Lehrer »präsentieren«. Alleine schon die Körperhaltung, wie z.B. ein gerader aufrechter Stand, sorgt dafür, dass die Stimme weiter trägt und stärker wirkt.

In der Körper-Rhetorik für Lehrerinnen und Lehrer wird trainiert, den Körper gezielt als Kommunikationsmittel einzusetzen, die eigenen Körperreaktionen zu erkennen und ein Gefühl für ihre Wirkung aufzubauen.


Beispiele:
Die innere Haltung »Ich beuge mich, ich gebe nach« drückt sich durch einen gebeugten Nacken und eine krumme Wirbelsäule aus. Bei »Ich sehe das nicht so« sind Wirbelsäule und Nacken gerade und das Kinn leicht vorgeschoben.

»Ich mache«, »ich handle«, bin handlungsbereit: Bezieht sich auf die Hand- und Armstellung. »Ich handle» drückt sich durch eine offenere Armstellung aus. »Ich wehre mich« hingegen durch eine geschlossse Armstellung, mit ausgestellten Ellenbogen und gerader Wirbelsäule.

Einen Standpunkt haben, standfest sein: Bezieht sich auf das Stehen, auf festen Stand der Füße und Beine oder auch Schuhe und eine auf rechte Wirbelsäule. Im Gegensatz dazu »Ich will nicht, dazu stehe ich nicht«: Die Füße bewegen sich fort, sie sind verschränkt, zappeln oder sind nicht auf dem Boden.


Pädagogisch-psycholoische
Beratung und Praxis

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